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Nachhaltige Reise nach Sauhagalan - Start der Jugendakademie 2017

Vom 8. bis 14. April 2017 findet in der THW-Bundesschule in Neuhausen die 9. Jugendakademie statt.

Wer das erste Mal in ein fremdes Land reist weiß, dass häufig unerwartete Dinge passieren. Erst recht dann, wenn eine große Gruppe an Jugendlichen in das fiktive Land „Sauhagalan“ reist. Diese Erfahrung machten die 48 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die seit Samstag, 8. April 2017, die Jugendakademie 2017 von THW-Jugend und THW-Bundesschule in Neuhausen besuchen. Eine Woche lang lernen die Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Seminaren, Workshops sowie bei der Reise nach „Sauhagalan“, sich auf andere Kulturen einzustellen, rücksichtsvollen Umgang mit der Natur und sich selbst zu organisieren. Außerdem werden passend zum Motto „Deine Welt – meine Welt – unsere Welt“ die digitale Welt beleuchtet und die Kommunikationsfähigkeiten geschult.

Am Sonntagmorgen um kurz vor sieben wurden die Teilnehmenden unsanft aus dem Schlaf gerissen – Feueralarm! Alle sammelten sich im großen Lehrsaal. Dort erhielten die Jugendlichen kurz darauf ihren Auftrag für die Reise nach „Sauhagalan“. Es ging direkt nach einem stärkenden Frühstück per Bus los zur Einreise in das Nachbarland. Bereits an der Grenze stießen die Jugendlichen auf die ersten Hindernisse. Der Schutz der Natur und ein sorgsamer Umgang mit ihr stehen in dem Land im Vordergrund, sodass viele Gegenstände aus Kunststoff oder auch Smartphones, die gegen die Richtlinien verstießen, vom Zoll eingesammelt wurden.

Nachdem die Jugendlichen in drei Gruppen zeitversetzt am Zeltplatz angekommen waren, trafen sie auf den „Hüter des Waldes“, der sehr dankbar über die Ankunft der Gäste war. Aber schnell war klar: nichts ist wie daheim! „Hier sind wir auf uns selbst gestellt“, bemerkte ein Jugendlicher. Vor Ort musste Wissen in Form von Bauplänen für verschiedene Nistkästen beim „Hüter des Wissens“ erfragt werden. Lebensmittel erhielten sie durch Tausch vom „Hüter der Rohstoffe“. Aufgrund der anstehenden Aufgaben bildeten sich mehrere Gruppen: Aufbau des Zeltlagers, Beschaffung von Baumaterialien für vier Arten von Nistkästen, Recherche über die Bestandteile und Herstellung der eigenen Bekleidung sowie natürlich das Organisieren der Lebensmittel für zwei Tage.

Die Teilnehmenden lernten, dass die Orientierung im Wald auch ohne Smartphone oder GPS-Gerät nur anhand einer gezeichneten Karte funktionieren kann. Nach ersten Startschwierigkeiten trafen alle auch an den jeweiligen Zielorten ein und erhielten dort die notwendigen Infos und Rohstoffe.

Am Mittag besuchten zwei Mitglieder des Naturschutzbundes (NABU Kreisverband Esslingen) das Camp der Jugendlichen. Mit ihrem Fachwissen unterstützten die Expertinnen den Bau der Igelhäuser, Fledermauskästen, Schwalbennester und Wildbienenhotels.

Am späten Nachmittag waren dann alle Lebensmittel, Baumaterialien und die Camp-Ausstattung am Zeltplatz angekommen. Eine Gruppe kümmerte sich nun um die Verpflegung der Gruppe während die anderen weiter fleißig am Zusammenbauen der Nisthilfen arbeiteten. Auch das Holz für das Lagerfeuer suchten sich die Jugendlichen selbst zusammen. Am Abend fand dann eine lange, geführte Nachtwanderung durch den Wald von Neuhausen statt - ganz ohne Licht, um mit allen Sinnen möglichst viel von der Natur mitzubekommen.

Text: Marcel Edelmann und Michael Kretz

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